sals.a Newsletter November 2008
Lauri Karp, Norman Winterling. Mittwoch, 26. November 2008
die Finanzkrise verstärkt unzweifelhaft die Notwendigkeit eines verbesserten Risikomanagements. Die knappe Kapitaldecke in vielen nicht-börsennotierten Unternehmen wird weiterhin durch unvorhergesehene Finanzmarktbewegungen angegriffen. Diese Volatilität zu kontrollieren und dadurch Unternehmen mehr Freiräume für operative Entscheidungen zu verschaffen, ist der Hauptnutzen von sals.a. Die Möglichkeit, Marktveränderungen zu simulieren und Absicherungen selbst zu planen, ist bahnbrechend und war für die meisten Unternehmen bislang nicht zu akzeptablen Preisen verfügbar.
sals.a richtet sich bewusst an Finanzentscheider, die Ihre Finanzen und Finanzrisiken erstmals so steuern können wie Großunternehmen. Finanzrisikomanagement mit einer Excel-Tabelle muss somit nicht mehr sein. sals.a öffnet hier unbekannte Horizonte.
Nicht allein Unternehmen schätzen die sals.a-Vorteile. Der deutsche kommunale Sektor gehört auch weiterhin zu unserer Stammkundschaft. Das vieldiskutierte Thema „Kommunales Schulden- und Zinsmanagement“ hat durch die sals.a-Markteinführung eine neue Qualität gewonnen.
Neue Oberfläche und Report-Funktionen
- Sie haben es sicher bereits bemerkt: Die Report-Ansicht ist nun noch übersichtlicher und zeigt auf einen Klick eine Übersicht über Ihr Portfolio und die Einzelgeschäfte aus den Bereichen Zinsen, Währungen und Rohstoffe.
- Direkt darunter, am oberen Rand der Report-Tabelle können Sie mit den sogenannten Tabs Ihre anzuzeigenden Informationen schnell erreichen.
- Viel Neues erwartet Sie nun auch im Report-Generator:
Der Management-Report zeigt Ihnen die wichtigsten Parameter Ihres Portfolios in Sekundenschnelle.- In der 7-Tage-Vorschau sehen Sie auf einen Blick, welche Zins- und Tilgungszahlungen vorzubereiten sind, ob Zinsanpassungen anstehen u.ä. Kurzgefasst, eine To-Do-Liste der nächsten Tage.
- Die neue Risikoübersicht fasst die Portfoliopositionen aller drei Bereiche – Zinsen, Währungen, Rohstoffe – kompakt zusammen und gibt, auf Basis der Termin-Zinsen, -Preise und -Wechselkurse, eine Vorschau auf die erwartete zukünftige Entwicklung. So beginnt ganzheitliches Risikomanagement!
- Weiter unten lesen Sie mehr über die neuen Währungsfunktionen in sals.a. Dennoch bereits hier der Hinweis: Einen speziellen Währungsreport haben wir natürlich bereits integriert!
Die Geschäftserfassung erfreut Sie hoffentlich mit ihrer verbesserten Übersichtlichkeit. Gleich unterhalb der Eingabefelder sehen Sie nun die Zahlungsströme (Ergebnistabelle) des Geschäfts, bei Derivaten natürlich die Empfänger- und Zahlerseite direkt nebeneinander. Durch die verschiedenen Gruppen der Eingabefelder gehen Sie von jetzt ab ebenfalls mit den praktischen „Tabs“.- Auf Knopfdruck können Sie nun bei der Eingabe variabel verzinslicher Darlehen oder Anlagen die historischen Zinsen hinzufügen und haben Ihr Geschäft auch für die Vergangenheit komplett erfasst. Änderungen nötig? Kein Problem – alle unterstrichenen Werte können Sie, wie bisher auch, in sals.a ändern – ganz flexibel!
- Und außerdem: Den Excel-Import von Geschäften kennen Sie bereits. Jetzt steht diese Importfunktion auch für Kassenkredite zur Verfügung, so dass auch der kurzfristige Bereich der kommunalen Finanzierung auf einen Klick in sals.a importiert werden kann.
Praxisbeitrag: Währungs- und Termingeschäfte in Fremdwährungen
Familienunternehmen sind sowohl direktem (Exporte/Importe) als auch indirektem Währungsrisiko (Konkurrent im Weichwährungsland) ausgesetzt. Auch kleinere Unternehmen können heute die Vorteile einer Absicherung des Währungsrisikos mit Hilfe von Finanzinstrumenten in Anspruch nehmen. „Finanzen steuern wie die Großen“ ist hierbei das Stichwort. Wie funktioniert eine Absicherung mit einem Termingeschäft? Risiken entstehen aus vielfältigen Quellen, z.B. aus Import- oder Exportgeschäften, Miet-, Pacht- oder Leasingzahlungen ins Ausland, Dividenden oder Schuldzinszahlung in Fremdwährung. Bei all diesen Vorgängen ist nur der aktuelle Wechselkurs sicher bekannt, aber nicht die künftigen Wechselkurse, die ständiger Veränderung unterliegen. In der Tabelle links (Bild 1) ist mit sals.a ein beispielhaftes Exportgeschäft aufgebaut worden. Die Parameter sind wie folgt.:
- Monatliche Eingänge in USD in Höhe von 1 Mio. EUR (Kunde muss somit USD verkaufen)
- Das Risiko entsteht durch steigende EUR/USD Kurse. Ein Szenario „Anstieg“ wird in sals.a ausgewählt und die monetären Verluste durch „Nicht Absicherung“ aus diesem Szenario werden in der letzten Spalte aufgezeigt.

Bild 3: Die Strategien aus dem Bild 1 und Bild 2 in sals.a Report
Ein Termingeschäft (Bild 2) ist die vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien (Kunde-Bank), zwei vereinbarte Währungsbeträge (z.B. EUR gegen USD) zu einem bestimmten (z.B. am 25.12.2008) oder mehreren zukünftigen Termin(en) (z.B. monatlich) auszutauschen.
Neben der Vereinbarung der Währungsbeträge sind zu beachten:
- Bestimmung der betreffenden Währung
- Beim Termingeschäft liegen zwischen dem Abschluss und der Fälligkeit mindestens drei Arbeitstage.
- Die Laufzeiten liegen im Bereich zwischen ein und neun Monaten bis hin zu fünf Jahren.
- Bei Termingeschäften ist die physische Lieferung in Form von Cash-Zahlungen vorgesehen.
Der Devisenterminkurs unterscheidet sich vom aktuell gehandelten Kassakurs ausschließlich durch die Zinsdifferenzen zwischen Inland und Ausland bezogen auf die Laufzeit des Termingeschäftes. Der Terminkurs beinhaltet keine Währungsprognose, hat also nichts mit der möglichen Kursentwicklung zu tun. In Bild 2 ist ein 100% kongruentes Termingeschäft dargestellt worden. Durch die Eingabe eines festen Kurses in die sals.a Eingabeoberfläche entsteht ein Termingeschäft. Dieses Geschäft „atmet“ 180 Grad anders als das Grundgeschäft. Unter dem Szenario „Anstieg“ kommt es zu einem Vorteil. Dieser Vorteil überdeckt den Nachteil der steigenden EUR/USD Kurse.
Fazit: Das Unternehmen hat nun eine feste Kalkulationsgrundlage über die Laufzeit der Absicherung und ist keiner Kursschwankung mehr ausgesetzt.
In eigener Sache
Wir danken den zahlreichen Kunden und Interessenten, die unseren Stand auf der Messe Moderner Staat 2008 Anfang November in Berlin besucht haben! Während andere Aussteller opulente Sitzecken zu bieten hatten, freuten wir uns über das rege Interesse an sals.a! So konnten wir nicht nur mit aussichtsreichen neuen Geschäftsansätzen die Heimreise antreten, sondern hatten auch eine ganze Reihe Ideen im Gepäck, die uns helfen werden, sals.a mit weiteren Services und Angeboten für Sie noch besser zu machen! Wie Sie wissen, profitieren alle unsere Kunden von den Weiterentwicklungen, die wir laufend für Sie bereitstellen!
Eine wichtige Neuerung, die wir bereits zur Messe vorgestellt haben, heißt „Testen Sie, bis Sie überzeugt sind“. Damit können Sie die ersten 4 Wochen kostenlos die Vollversion mit aktuellen Reuters-Marktdaten testen. Wenn Sie nach dieser Zeit die Vollversion bestellen, können Sie sals.a direkt und ohne Einschränkungen weiternutzen. Wenn Sie sich noch nicht für die Vollversion entscheiden können, nutzen Sie sals.a einfach weiter, mit all Ihren erfassten Geschäften und nur kleineren Einschränkungen (u.a. bei den Marktdaten).
Bitte besuchen Sie auch unsere neuen Wissens- und Themenseiten
www.zinsswaps.de und www.aktives-schuldenmanagement.de
die praxisrelevantes Wissen, Produkttests und Veranstaltungshinweise für alle Interessierten bieten und stetig von uns ausgebaut werden!
Was kommt demnächst in sals.a?
- Erweiterung der Rohstoffgeschäfte um derivative Produkte
- Value at Risk und Cash Flow at Risk-Analysen: im Januar online in salsa verfügbar
- Hedge Accounting Analyse: revolutionäre neue Funktionen für die einfachere bilanzielle Bewertung von Absicherungsgeschäften
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