Portfolioanalysetool für den Mittelstand
Andreas Knoch, Der Treasurer. Donnerstag, 29. Mai 2008
Internetplattform für mehr Risikotransparenz
Gerade kleinere Mittelständler stehen oftmals vor dem Problem, komplexe Finanztransaktionen adäquat abbilden und managen zu können. Dieses Dilemma will das Frankfurter Unternehmen KFPD GmbH mit seiner Internetplattform Sals.a (steht für „sales assistant“) lösen. Sals.a ist ein interaktives Finanz- und Schuldenmanagementsystem, über das der Nutzer eine Vielzahl von Finanzpositionen erfassen, verwalten und bewerten kann. Dazu zählen z.B. fixe und variable Kredite mit unterschiedlichen Laufzeiten oder Tilgungsvereinbarungen, aber auch Hedginginstrumente wie Swaps, Optionen oder Zinscaps.
„Sals.a ermöglicht es, das Gesamtportfolio mit aktuellen Marktpreisen zu bewerten und durchzuspielen, wie sich bestimmte Zinsentwicklungen auf das Portfolio und die entsprechenden Zahlungs-ströme auswirken“, sagt Lauri Karp, Mitgründer von KFPD. „Kunden können damit die Risiken des eigenen Portfolios transparent machen. Das ermöglicht es, die Kreditverhandlungen mit den Banken auf eine neue, fachmännische Ebene zu heben.“ Als Zielgruppe für Sals.a gibt Karp Unternehmen ab einem Umsatz von rund 10 Millionen Euro p.a. an. Eine Schnittstelle zu Excel, das viele Firmen dieser Größenklasse nutzen dürften, ist vorhanden. Die Kosten für die Nutzung der datensicheren Onlineplattform inklusive der Marktdatenzulieferung von Reuters liegen bei „maximal 320 Euro pro Monat“. Bis zum Jahresende soll der Service um Rohstoffe und Devisen, später auch um Aktien, erweitert werden.
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